Ein herzlicher Gottesdienst, Singen und nasse Füße

Nachdem wir bereits am Vortag die Zutaten für die Waffeln besorgt hatten, mussten diese nun zubereitet werden. Martha und Sabine übernahmen diese Aufgabe.
Während Dorothea noch einmal an ihrer Predigt saß, gingen Mareike, Sophia und ich, Rebecca, um kurz nach 10 Uhr rüber in die Kirche. In der Annahme, dass wir bereits ein paar Minuten zu spät seien, trafen wir ein, doch außer uns waren noch keine Jugendlichen für die Bibelschule da. Dementsprechend wurden wir von Pastor Jorge erst einmal beauftragt, die Anordnung der Blumen in den Vasen zu übernehmen – er sah sich etwas überfordert damit.
Als nun um halb 11 die meisten Jugendlichen da waren, begann Pastor Jorge mit seinen Ausführungen. Sein Sohn Daniel übersetzte für uns auf Englisch. Anhand eines kleinen Handbuchs wurden Fragen wie “Ist Gott gerecht/Die Wahrheit/ barmherzig?”, “Wie viele Götter gibt es?”, “Wie viele Personen gibt es in Gott?” und “Wer ist der Vater/der Sohn/der heilige Geist?” erörtert. Anhand einer entsprechenden Bibelstellen wurden jeweils Antworten auf die Fragen gefunden. Zudem kamen kleine Ausführungen des Pastors hinzu, so sprach er zum Beispiel sehr intensiv über die Dreieinigkeit Gottes und kritisierte in diesem Zusammenhang die Glaubensgemeinschaften, die nur Teile der Dreieinigkeit annerkennen würden, wie die Zeugen Jehovas.

Die Bibelstunde war natürlich noch lange nicht um 11 Uhr beendet – auch wenn dann der Gottesdienst beginnen sollte- und so begann der Gottesdienst mit ungefähr einer halben Stunde Verspätung. Nach der Erfahrung der doch sehr laut eingestellten Boxen, nahmen wir lieber nicht mehr in der ersten Reihe Platz. Gemeinsam mit der Band wurden wieder Lieder gesungen – leider war die scheinbar einzige Person, die einen an den Beamer anschließbaren Laptop besitzt, nicht da und so fehlte uns Gästen so mancher Liedtext. Zudem sangen Franco und eine Frau im Duett ein selbstgeschriebenes Lobpreislied und eine andere Jugendliche führte ein Gedicht/ eine szenische Inszenierung auf.

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Franco im selbstkomponierten Duett.

Dorothea hatte den Auftrag an diesem Sonntag die Predigt mit dem Thema “Mission unter den Flüchtlingen” zu halten. Vermutlich anders als sich der Pastor es vorgestellt hatte -dieser strebt eine Bekehrung all jener an, die nicht christlich sind- sprach Dorothea so über die Aufgabe, den Flüchtlingen, egal welches Glaubens, offen zu begegnen und ihnen zu helfen. Eine Missionierung sah sie eher durch die Iraner, die in unserer Gemeinde eine aktive Auseinandersetzung mit unserem Glauben – und so eine Missionierung- anregen.

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Dorothea predigt.

Unser Plan Waffeln und zwei Waffeleisen zu verschenken, musste erst einmal der Gemeinde bekannt gegeben werden. Hierzu erzählte Mareike von unserem Geschenk, welches auch durch die Herzformen einen besonderen Aussagecharakter haben sollte. Unsere Wortfindungsschwierigkeiten bezüglich der Waffeln erwiesen sich als unbegründet – Waffel heißt auf Spanisch “waffle” und Waffeleisen “wafflera”.
Zuletzt erhielten wir in diesem Gottesdienst noch kleine Geschenke für die einzelnen Bezirke.

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Wir erklären unser Geschenk anhand der ersten schon gebackenen Waffel.
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Pastor Jorge überreicht uns die Geschenke für die Bezirke.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Waffeln verteilt, die Sabine und Martha schon während des Gottesdienstes fleißig gebacken hatten. Dank der knapp 90 gebackenen Waffeln, bekam jeder der 110 Besucher fast eine komplette Waffel. Gerade die Kinder freuten sich über die Leckerei, aber auch von vielen Erwachsenen kam großes Lob. Immer wieder ertönte dabei der Spruch “Esta muy rico.” (Das ist sehr lecker) und allerlei Bedankungen.

Nachdem auch die letzte Waffel verteilt war und alles aufgeräumt war, beeilten wir uns mit dem Mittagessen bei Evelia, da wir kurz darauf wieder abgeholt wurden.

Für das Treffen der Lobpreisgruppe besuchten wir einen Vorort von Lima. Diese Gruppe ist für die Musik während des Gottesdienstes zuständig. In dem Vorort, in einer etwas teureren Wohngegend – beide Gastgeber sind im Staatsdienst, einer sehr sicheren und gut bezahlten Arbeit- empfing uns eine Familie der Gemeinde.
Durch ein Bingospiel lernten wir alle Namen besser kennen und konnten anschließend von zwei Gitarren begleitet verschiedene Lieder singen. Neben uns bekannten Lieder wie “Danos un corazón” oder “Eres todopoderoso” lernten wir auch neue Lieder und brachten ihnen im Gegenzug deutsche Lieder bei. Die Liederhefte des Weite wirkt Festivals in Halle enthielten auch Lieder aus dem Kongo und so sangen wir ebenso ein paar dieser Lieder.

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Wir lauschen gespannt wie Lucy sich vorstellt.

Zum Abschluss an das gemeinschaftliche Singen wurde gemeinsam gegessen. Dabei kam auch der Vorschlag auf, zum nah gelegenen Meer zu fahren.
Nach dem Essen wurde dieser Plan deshalb in die Tat umgesetzt.

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Ein Gruppenbild zum Abschluss mit den Mitgliedern der Lobpreisgruppe, den Gastgebern und allen anderen Gästen.

Die kurze Autofahrt endete in einer sehr belebten Gegend. An gut besuchten Lokalen und so mancher straßenmusikalischen Einlage vorbei spazierten wir in Richtung des Meeres. Dort angekommen standen wir erstmal nur am Strand aus Steinen, bis ein paar Jugendliche auf die Idee kamen, doch als Mutprobe jeweils bestimmte Pfeiler in dem Wasser zu berühren. Anfangs noch etwas zurückhaltend probierten wir so – erst noch mit Schuhen- dabei nicht von der Welle getroffen zu werden. Nachdem uns Jugendlichen das dann jedoch doch nicht reichte, wurden Schuhe ausgezogen und Hosenbeine hochgekrempelt, um einen noch weiter entfernten Pfosten zu erreichen. Wie erwartbar, ging das teilweise doch etwas schief und die Wellen trafen uns kniehoch.
Barfuß traten wir dann den Rückweg an.

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Von der Promenade konnte man den Strand und die Küste gut betrachten.
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Noch sind wir alle trockenen Fußes…
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…was sich jedoch hier unten am (ohne Schuhe etwas schmerzhaften) Steinstrand änderte.

Als wir schließlich wieder am Ausgangspunkt unseres Spazierganges waren – inzwischen wieder mit Schuhen an den Füßen- fuhren wir wieder zurück zu Evelia.
Sehr müde endete dort unser Tag.

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