Donnerstag:die Schule „Los Peregrinos“, der Textilmarkt Gamarra und „500 Jahre Reformation“

Am Donnerstagmorgen verließen wir (für unsere Verhältnisse hier) sehr früh das Haus. Genau wie für Patricia sonst auch hieß das halb 8. Auch hier begleiteten uns neben Patricia Pastor Jorge und sein Sohn Daniel. Zu Fuß und mit dem Bus erreichten wir schließlich um kurz nach 8 Uhr die Schule „Los Peregrinos“ in der Patricia als Englischlehrerin arbeitet.

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Die Schule „Los Peregrinos“.

Die Aula war bereits voll gefüllt mit jungen Schülern und Schülerinnen in Bankreihen. Diese tanzten, mehr oder weniger motiviert und koordiniert, das nach, was eine Gruppe von Erwachsenen auf der Bühne vormachte. Nach und nach bemerkten uns die ersten Kinder und drehten sich neugierig zu uns um. Bevor wir dann aber selbst auf die Bühne mußten, führte eine Klasse erst noch einen kleinen Tanz auf und ein kurzer Videoclip erzählte eine Bibelgeschichte.

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Mit einem Lied wird Gott auch bereits am Morgen gedankt.

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Die Schüler der Primarschule lauschen gespannt.

Auf der Bühne stellten wir uns schließlich vor und sangen ein Lied auf Deutsch.
Nachdem die Veranstaltung, die einmal in der Woche für die Primar- und einmal für die Sekundarschule abgehalten wird, beendet war gingen die Schüler in ihre Klassen. Patricia führte uns etwas durch die Schule. Diese ist eine recht günstige Privatschule im Verhältnis zu anderen Schulen und christlich geprägt. Neben der Primar- und Sekundarschule gibt es auch eine Art Kindergarten/ eine Vorschule.

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Die Vorschule liegt auf dem gleichen Gelände.

Schließlich setzten wir uns in einen der Englischunterrichte. Die Schüler waren in etwa 15 und 16 Jahre alt. Sie führten ein Lied auf, welches sie vorher geübt hatten. Die Englischlehrerin erzählte uns von Sprachproblemen, da die Schüler eine weite Entfernung zum nächsten englischsprachigen Land zurücklegen müßten. Im Anschluß daran ging sie mit den Schülern verschiedene Sportarten durch.

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Die Klasse stellt das erlernte Lied vor.

Leider mußten wir bereits nach dem Ende der Stunde die Schule wieder verlassen.
Auf unserem Rückweg zu Evelia zog es uns dabei jedoch immer wieder zu verschiedensten Ständen und Geschäften an der Straße.

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Auf dem Rückweg kamen wir kaum voran, so häufig haben wir gehalten.

Am Nachmittag fuhren wir gemeinsam mit Jorge, Daniel und Rolando zum Kleidungsviertel Gamarra. Dieser Stadtteil ist von der starken Textilindustrie geprägt.
Zuerst war eine Art Bibelstunde vorgesehen, dazu gingen wir in eine Art Einkaufsmeile, in der wiederrum einzelne Parzellen vermietet waren. Die Verkäufer grüßten den Pastor alle freundlich und er schlug uns vor, jeweils zu zweit mit einem oder zwei Verkäufern über die Bibel zu sprechen. Auch wenn diese Situation etwas befremdlich für uns war – es war teilweise ähnlich einer missionarischen Tätigkeit- lasen wir gemeinsam eine Bibelstelle, beteten ein Gebet oder lasen einen Psalm.
Nachdem jede Gruppe jeweils zweimal mit Verkäufern gesprochen hatte, war Jorge zufrieden und wir nutzen die Möglichkeiten Gamarras zum Einkaufen.
Auch wenn es innerhalb der Massen an Kleidung schwer war, noch irgendwas bestimmtes zu finden, gab es dennoch den ein oder anderen (Spontan)Kauf.
Etwas verwirrend waren auf den Straßen jedoch immer die Promoter, die für verschiedenste Geschäfte und Angebote ganz offensiv warben. Selten ist es aber wohl möglich, so viele „Marken“ auf einem Fleck zu erhalten. Wenn man will, hätte man vermutlich jedes Logo bekommen können. Da wir der Rushhour entkommen wollten, fuhren wir bald wieder zu Evelia.

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Eine Straße im Textilmarkt Gamarra.

Am Abend stand noch eine Diskussionsrunde zur Thematik „500 Jahre Reformation“ auf dem Programm. Zuerst wurde reium je ein Vers aus dem Römerbrief Kapitel 10 gelesen. Im Anschluss durften die Anwesenden das Thema kommentieren.
Dorothea betonte in ihrer Rede gerade die Problematik, daß sich durch die Reformation ein großer Spalt zwischen dem Konfessionen auftat. Jorge, nicht der Pastor, sondern ein anderes Mitglied des Presbyteriums, brachte seine Bedenken hervor über immer mehr Gemeinden in Südamerika, die ähnlich wie zur Zeit Luthers durch Geldleistung Seelenheil versprechen.

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Jorge erählt von seinem Unmut über abzockerische Gemeinden.

In diesem Zusammenhang betonte der Pastor Jorge stets die Wichtigkeit von vier Aspekten auf dem Weg zu Gott: der Glaube, die Gnade, Jesus Christus und die Predigt.
Auch dieser Abend endete kurz darauf.

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