Freitag: Malys Kindergarten, die deutsch-evangelische Gemeinde, Gabys Laden und eine Partnerschaftsbesprechung

Auch am Freitagmorgen konnten wir etwas länger schlafen. Um kurz vor 10 kam Maly aus ihrem Kindergarten vorbei und nahm uns eben mit um die Ecke zu ihrer Arbeitsstätte.
In ihrem Kindergarten betreuen sie und ihre Mitarbeiterinnen Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren.

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Maly in ihrem Kindergarten.

Wir teilten uns auf die einzelnen Gruppen auf. Bei Dorothea und mir, Rebecca, legten die 11 Kinder der Gruppe ihre Malsachen weg, um anschließend Papier zu zerreißen. Dieses wurde alsdann auf einem Lufballon festgeklebt.

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Die Kinder bekleben ihre Ballons.

Der Luftballon spielte im Verlauf der Spielzeit noch eine große Rolle, denn nach einem kurzen Lied erhielt jedes der Kinder einen Luftballon und gemeinsam testeten wir das Verhalten der Luftballons bei einem eingeschalteten Ventilator

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Als erstes wird gesungen.
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Was passiert. wenn der Ballon vor dem Ventilator ist?

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Auch dieses Spiel dauerte nicht so lange, kurz darauf trafen sich alle Gruppen, um in dem größten Raum, vermutlich ein Turnraum, gemeinsam zu singen.
Während so also die Kleinen fröhlich mitsangen und mitmachten, wurden wir daraufhin vorgestellt und bekamen kleine Geschenke überreicht. Nach einem Lied von uns und ein paar Fotos mit den Gruppen wurden wir jedoch bereits wieder durch Malys Mutter Angelina, Jorge und Daniel abgeholt.

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Die Kleinen überreichen uns kleine Geschenke.
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Eines unserer Geschenke – die Handabdrücke sind von den Kindern hier.

Gemeinsam fuhren wir also – es war auf den letzten Metern eher ein Irren- zu der evangelischen Auslandsgemeinde in Lima. Diese ist seit 2015 voll in einer neuen Kirche in einem etwas besser situierten Umfeld.

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Wir haben die Kirche endlich gefunden.

Die Pfarrerin, die dort gemeinsam mit ihrem Mann arbeitet, führte uns herum und erzählte uns viel von der Gemeindearbeit. Nun war es auch mal an mir / uns zu übersetzen (also für mich bedeutete das nur in die englische Sprache zu übersetzen, mit Spanisch wäre ich persönlich hilflos überfordert gewesen).
Vieles ähnelt unserer Gemeinde, auch wenn z.B. die Konfirmanden und Eheschließungen bedeutend weniger sind.
Nur 1 Drittel der Mitglieder sind dauerhaft in Lima, der Rest bleibt nur für eine bestimmte Zeit. Auch die beiden Pfarrer verlassen am Ende des Jahres nach 8 Jahren Lima in Richtung Deutschland.
Insgesamt umfasst die Gemeinde, die die einzige evangelische in Peru ist, circa 500 Mitglieder.
Aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer Alleinstellung in Peru arbeitet sie eng mit der deutschen katholischen Gemeinde, mit anderen lutherischen peruanischen Gemeinden und auch mit der deutschen Humboldtschule zusammen. Die Gottesdienste selbst werden auf Deutsch gehalten, viele weitere Angebote sind jedoch auch zweisprachig.

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An der Architektur lässt sich erkennnen, dass sie noch sehr neu ist.
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Der Kirchenraum von Innen.

Von der Pfarrerin verabschiedet machten wir uns auf, etwas zu mittag zu essen. Wir endeten in einer Straße, wo scheinbar eh jedes Restaurant gleich zu sein schien, Jorge und Angelina aber nach einem scheinbaren System schließlich ein Restaurant auswählten. Das Essen war tatsächlich erstaunlich gut – auch wenn vegetarisch einfach mal wieder hieß das Fleisch wegzulassen- und gestärkt fuhren wir zurück zu Evelia.

Dort arbeitete Evelia gemeinsam mit einer Gemeindeschwester an den Handarbeiten der Frauengruppe. Auch unsere Webarbeiten setzen Sophia, Martha und ich fort. Sophia konnte sie bereits kurz nach unserem Eintreffen beenden, wir anderen zwei brauchten noch etwas Zeit.

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Evelia und die Gemeindeschwester arbeiten gemeinsam an Kissenbezügen für Weihnachten

Gaby, Evelias Schwiegertochter und eine Malerin, hatte uns versprochen, noch ihr Geschäft zu zeigen. Als sie dann schließlich um 6 Uhr kam, gelangten wir in die schlimmsten Zeit des Feierabendverkehrs. So brauchten wir 1,5 Stunden, um zu dem Geschäft zu gelangen.
In einem Einkaufszentrum hat sie einen kleinen Lagerraum, in dem verschiedenste Werke liegen. Neben eigenen Bilder verkauft sie auch Werke von anderen Malern. Der Raum selbst reichte jedoch kaum aus, um alle Bilder zu fassen.
Als wir uns alle nun etwas ausgesucht hatten (wir wurden etwas, nett gemeint, dazu gedrängt), mussten wir uns beeilen, um wieder zur Kirche zu gelangen.

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Gaby in ihrem Geschäft.

Diese erreichten wir mehr als eine Stunde später als das Treffen mir dem Presbyterium und dem Partnerschaftskreis angepeilt war.
Sobald wir schlussendlich dann bei Gebäck und Kaffee zusammen saßen stellte sich jeder einmal mit seiner Funktion vor. Anschließend wurde den 15 Jahren Partnerschaft gedacht. Auch das Jetzt, also die zur Zeit stattfindende Delegationsreise, spielte eine Rolle. Wie nicht anders zu erwarten neben der Vergangenheit und dem Jetzt war auch eine Planung und ein Austausch über die Zukunft sehr wichtig. Mehr Kommunikation über unter anderem sozialen Netzwerken wurde vorgeschlagen. Auch einen weiteren Jugendlichen für längere Zeit aufzunehmen, konnten sich beide Gemeinden gut vorstellen, auch wenn das vermutlich noch eher Zukunftsmusik ist.

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Angelina zeigt ihre Meinung auf…
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…genau wie Martha.
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Auch von den Presbytern gab es Geschenke für die Gemeindebezirke.

Recht spät endete auch dieser Abend, so beendeten Martha und ich unsere Webarbeiten.

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