Samstag: Gemeindeausflug in den Park und Unterricht in Bibelfestigkeit

Der Freitagmorgen begann mit einigen Missverständnissen. Da Rolando uns gesagt hatte, wir sollten um 9 Uhr los, wollten wir früh essen. „Früh“ war von der einen Hälfte als 8 Uhr definiert worden, die andere Hälfte kam schließlich um halb 9 hinzu. Da sich die Anfahrtszeit jedoch wieder als falsch erwies, hatten wir alle Zeit der Welt bis wir um 10 Uhr in der Kirche sein mussten.

Dort angekommen – natürlich wie die meisten Anwesenden im Partnerschaftstshirt- machten sich der Großteil nach einem kurzen Gebet auf den Weg zum Park. Unserer Gruppe, ausgenommen von Martha, die in einem Auto mitgenommen wurde, sollte laut Jorge dennoch warten.

Schlussendlich machten wir uns um halb 11 auf den Weg. Mit einem Bus fuhren wir quer durch Lima und gingen die letzten Meter zum Park zu Fuß. Dort angekommen warteten schon an die 30 Personen auf uns. Nachdem wir uns alle auf ein paar Decken niedergelassen hatten, übernahm Daniel, der Sohn des Pastors, die Moderation. Er besprach eine Bibelstelle über Gottvertrauen und sang ein paar Lieder ganz in der Manier seines Vaters. So wie er die kleine Andacht leitete, wird er vermutlich selbst bald Pfarrer werden, Missionar ist er ja bereits gewesen.

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Daniel macht seinen Job als Pastor schon ganz gut.

Nach und nach trudelten immer mehr Leute ein und gesellten sich zu uns auf die Decken. Jeder packte sein mitgebrachtes Essen aus – Evelia hatte für uns Reis mit Huhn oder mit Omlet dabei – und Obst und Gemüse wurde geteilt.
Sobald alle mit dem Essen fertig waren und auch in 2 Kreisen etwas Fußball und Volleyball gespielt worden war, brachen wir auf in einen anderen Teil des Parkes. Dort waren verschiedenste Tiere gehalten, für uns Sauerländer alltägliche wie Pferde, Hühner und Kühe, aber auch exotischere wie Pfaue oder Papageien.

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Beim Mittagessen wird sich fleißig über alles Mögliche ausgetauscht
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Im Kreis wird danach von ein paar Jugendlichen ein Ball hin und her gekickt.
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Im Park gibt es auch verschiedenste Tier, darunter Papageien.

Einen weiteren Teil des Parkes stellte ein See da. Auf diesem planten wir eigentlich Tretboot zu fahren, den Plan mussten wir jedoch leider verwerfen und fuhren deshalb mit einem Motorboot einmal eine Runde um den See. In der Mitte waren 2 Inseln mit Affen und an einem Ende war eine Tropfsteinhöhle nachgebaut. Während diese für uns aufgrund z.B. der Dechenhöhle keine vollkommende Neuartigkeit war, stieß sie bei den Peruanern im Boot doch auf großes Erstaunen.

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Der See im Park.
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Im Boot – natürlich mit Schwimmwesten – fuhren wir einmal um den See.

Wie war auf dem weiteren Gang durch den Park waren, besuchten wir den Spielplatz bevor wir zu den Sportplätzen gingen. Auf der Wippe ließ Dorothea den doch bedeutend kleineren Pastor Jorge ersteinmal oben zappeln. Wir versuchten uns zu 6 im synchronen Wippen – mehr oder weniger erfolgreich.

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Wir probierten uns auch am versetzen Schaukeln (wenig erfolgreich).

Bei den Sportplätzen teilten wir uns auf. Eine Gruppe spielte Fußball, andere setzen sich nur wieder hin und wir – also Sophia und ich, Rebecca – beteiligten uns am Volleyballspiel. Hierzu war zwischen zwei Bäumen ein Netz aufgespannt und die Plätze mit Stöckchen abgesteckt.
Insgesamt waren die Spiele teilweise zwar etwas improvisiert – der Sohn Marlitas kam sie regelmäßig auf dem Feld besuchen, ein Mülleimer stand mitten in einem der Felder und wir wurden eigentlich von einem der Parkwächter vertrieben – aber dafür umso lustiger. So verflog die Zeit auch wie im Flug und um halb 6 machten sich auch die letzten von uns auf den Rückweg.

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Der übriggebliende Rest, der noch später auf der Wiese saß oder Fußball / Volleyball spielte, wäre auch noch länger geblieben.

Um 8 Uhr begann der Jugendgottesdienst, den Sophia und ich besuchten. Das er um 8 Uhr begann, bedeutete eher, dass wir um kurz nach 8 Uhr da waren – genau wie 2 andere Jugendliche. Nach und nach trudelte dann der Rest ein, sodass wir mit der üblichen peruanischen Verspätung anfangen konnten.
Anders als normalerweise wird aktuell für einen nationalen Wettbewerb geübt.
Miri hatte uns ja bereits am Partnerschaftssonntag 2015 von diesen Wettbewerben erzählt. Dabei fahren immer die besten Jugendlichen aus einer Gemeinde und messen sich in den Aspekten Bibelfestigkeit und allem, was zum Glauben gehört.
Als Übung trat deshalb die rechte Seite des Mittelgang gegen die linke an. Zuerst wurden zwei Kapitel des Lukasevangeliums durchgesprochen, anschließend ein kleiner Test darüber geschrieben. Desweiteren musste jeweils ein Gruppenmitglied 5 Minuten zu selbst gewählten Versen der Kapitel predigen. Im Anschluss daran musste zu einer vorgegebenen Textstelle das erste Wort des Verses bzw. die Versangabe zum Wort gerufen werden.
All dieses Training soll bei den Jugendlichen die besten ermitteln, die dann am Wettbewerb teilnehmen werden.

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Hochkonzentriert wird möglichst schnell eine bestimmte Bibelstelle gesucht.

Als Überraschung wurde noch einmal Daniels Geburtstag gefeiert. Zuerst wurde dazu ein Spiel ähnlich der „Reise nach Jerusalem“ gespielt. In der Mitte standen 10 Mädchen jeweils mit einem Arm an der Hüfte. Die Jungs liefen bei der Musik um uns rum, wenn sie stoppte mussten sie sich bei uns dann unterhaken. Nach und nach schieden so die Jungen aus und es gab immer ein Mädchen weniger zum Einhaken.

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Diese Version des Kinderspiels sorgte für manch lustige Situation und ist garantiert als gute Anregung mit nach Deutschland zu nehmen.
Am Ende des Abend wurde Essen und schließlich Torte serviert.

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Das (ehemalige) Geburtstagskind schneidet seine Torte an.

Den Abend beendeten wir persönlich als dann nur noch mit Kofferpacken.

Anmerkung: Der letzte Tagesbericht und ein kleines Abschlussresümee werden vermutlich etwas auf sich  warten lassen, wir fliegen heute Abend zurück und davor werde ich es nicht schaffen können das ganze zu schreiben.

 

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